ZEDER

Atlaszeder (Cedrus atlantica)

14. – 23. AUGUST

Charaktereigenschaften:

entscheidungsfreudig, selbstsicheres Auftreten,
optimistisch, leicht ungeduldig, übernimmt oft
Führungsaufgaben, vielfältig begabt

Die Zedern sind mächtige, immergrüne Bäume, die sehr
schnell wachsen und beträchtliche Ausmaße erreichen.
Beide Zedernarten, die Altas- und die Blauzeder sind
sich ähnlich und können einige tausend Jahre alt werden.
Die Zeder ist der Baum der Könige. Zeder-Geborene
besitzen hohe Ausdauer, ihre Entschlossenheit, gepaart mit
selbstsicherem Auftreten und ihre Entscheidungsfreudigkeit
hilft ihnen, ihre gesteckten Ziele zu erreichen. Missgeschicke
und Rückschläge bringen sie nicht aus der Ruhe.

Wussten Sie, dass Zedern erst im Herbst blühen? Die
charakteristischen Blütengruppen stehen aufrecht und
werden fälschlicherweise oft für Zapfen gehalten. Sie
erreichen eine Länge von 3 bis 5 cm. Die Zedernwälder
des Libanon und des Taurus im östlichen Mittelmeergebiet
waren Grundlage vieler Hochkulturen.

Ob Phönizier, Ägypter oder Griechen, sie
alle verwendeten das langstämmige Zedernholz zum Bau von Tempelanlagen und
Schiffsflotten. Bis heute wird das Zedernöl
auch zur Parfumherstellung verwendet.

Ich bin die Zeder.

Ich bin der Baum der Zuversicht. Aus meinen himmelragenden Stämmen
baute König Salomon seinen Tempel. Alle Völker des alten Orients bauten
Jahrtausende um Jahrtausende auf meine unverwüstliche Kraft zur Feier
des Heiligen.

Als die Ägyptologen zu den Pharaonen-Gräbern vordrangen und sie ohne
Zögern öffneten, da fanden sie in Tongefässen uraltes Zedernöl, das
immer noch überwältigenden Duft verströmte. Zedernöl stand in steter
Verwendung, vom Einbalsamieren ägyptischer Gottkönige bis zur Salbung
der Priester.

Wir kennen den Menschen als Räuber: Es verwundert uns nicht, dass die
gewaltigen Bestände an Zedern hoch auf den Gebirgen des Libanon und
des, heute türkischen, Taurus rücksichtslos dezimiert wurden. Nur noch
ganz wenige Zedern sind erhalten.

In Mythos und Sage lebe ich unsterblich weiter. Drei meiner Samen legte
Adams Sohn Seth unter die Zunge seines Vaters, als dieser gestorben war.
Der Erzengel Michael, der das Paradies bewacht, hatte sie ihm übergeben.
So bin ich, die Zeder, verknüpft mit dem allerersten Ursprung der
Menschheit.

Der Zeder:

Lateinischer Name

Cedrus atlantica

Familie

Kieferngewächse (Pinaceae)

Verbreitungsgebiet

Heimat ist das nordafrikanische Atlas- und Rif-Gebirge. Seit Mitte 19. Jahrhundert auch in Europa gepflanzt

Blütezeit

September – Oktober

Fruchtreife

September – Oktober

Höhe

35 – 40 Meter

Alter

900 Jahre

Früchte

5 – 7 cm lange tonnenförmige Zapfen

Blätter

Nadeln, an Kurztrieben zu 10-30 gebüschelt

Borke

Jung grau und glatt, ältere Stämme mit dunkel- bis schwarzgrauer Schuppenborke, etwas rissig-

Standort

 

Verbreitung

Die Heimat der Atlas-Zeder ist das nordafrikanische Atlas- und Rif-Gebirge, wobei kein Vorkommen im ariden Antiatlas-Gebirge bekannt ist. In Höhenlagen zwischen 1000 und 1800 Meter bildet sie Reinbestände oder ist vergesellschaftet mit der Numidischen Tanne oder verschiedenen Kiefernarten. Sie wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorwiegend im milden Klima Südeuropas als Zierbaum angepflanzt, seit dem späten 20. Jahrhundert werden Atlas-Zedern auch für die forstliche Nutzung vor allem im französischen Luberon und auf Korsika eingesetzt. Die Atlas-Zeder gedeiht aber auch in den geschützten Lagen Mitteleuropas (Bodensee, Rheinland, Rügen). Die Atlas-Zeder wird als Blauform (Cedrus atlantica ‚Glauca‘), die als etwas winterhärter gilt, auch in klimatisch weniger begünstigten Lagen gepflanzt.

Wissenswertes

Zedern sind Koniferen (Nadelhölzer) und beschreiben eine drei Arten umfassende Gattung innerhalb der Kieferngewächse. Diese großen immergrünen Nadelbäume waren ursprünglich im Mittelmeerraum, in Asien und Nordafrika beheimatet, sind durch Einbürgerung heute jedoch auch in Mitteleuropa anzutreffen. Abhängig von ihrem Verbreitungsgebiet wird zwischen der Atlas-Zeder, der Himalaya-Zeder und der Libanon-Zederunterscheiden. 
Die Atlas-Zeder ist ein immergrüner Nadelbaum, der gerne in Reinbeständen oder in Vergesellschaftung mit Tannen lebt. Als Zierbaum wird er seit dem 19. Jahrhundert in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas angepflanzt, wobei am häufigsten die bläulich gefärbte Cedrus altlantica Glauca anzutreffen ist. Die Zeder erreicht Wuchshöhen von etwa vierzig Metern. Die kegelförmige Baumkrone nimmt mit zunehmendem Alter einen unregelmäßigen Wuchs an, der Baum selbst entwickelt oft mehrere Stämme. Die Äste wachsen unregelmäßig lang und zeigen steil nach oben. Die Blätter der Zeder zeigen sich als etwa zwei Zentimeter lange, nur wenige Millimeter breite und spitze Nadeln, die meist gebüschelt, an manchen Trieben aber auch vereinzelt wachsen und in bläulich-grüner Farbe erscheinen. Die Borke ist bei jungen Zedern glatt und gräulich, bei älteren Exemplaren wird sie schuppig und nimmt eine dunkelgraue bis fast schwarze Färbung an. 
Die unscheinbaren männlichen und weiblichen Blüten sind blassgelb und rötlich und entwickeln sich erstmals, wenn der Baum ein Alter von etwa 25 Jahren erreicht hat. Zedern sind äußerst langlebig, manche Exemplare werden fast tausend Jahre alt. Die Früchte zeigen sich als mehrere Zentimeter lange Zapfen mit beflügelten Samen. 

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