WEIDE

Trauerweide (Salix alba `tristis´)

1. – 10. MÄRZ

Charaktereigenschaften:

ehrlich, waches Interesse, einfühlsam, künstlerisch,
praktische Veranlagung, unbändige Lebenskraft,
Erneuerungswille

Die Trauerweide ist an ihren Ästen und Zweigen, die wie
Tränen zu Boden fließen, leicht zu erkennen. Die Trauerweide
stammt aus Westchina, dort werden ihre einladenden Äste
als erotisches Frühlingssymbol verehrt. Weiden lassen sich
durch Setzlinge problemlos vermehren, daher werden sie
gerne für naturnahe Verbauungen von Bächen verwendet.
Heute ist sie als Zierbaum weltweit verbreitet. Wie ihr
Lebensbaum, sind Weiden-Geborene geistig und seelisch
überaus biegsam und kaum zu brechen. Dank ihrer
Sensibilität und Offenheit haben sie ein Gespür für den
Umgang mit Menschen. Gerade wegen ihrer Ehrlichkeit
und Einfühlsamkeit werden sie als aufrichtige Menschen
und Partner geschätzt.

Wussten Sie, dass es weltweit 400 verschiedene
Weidenarten gibt?

In den Walpurgisnächten sollen böse Geister auf Weidenruten durch die Lüfte geritten sein. Die Palmkätzchen der Weiden
kündigen im Christentum am Palmsonntag
das Frühlingserwachen an.

Ich bin die Weide.

Ich bin der Baum der Besinnlichkeit. Unter meinen tiefhängenden
Zweigen, am schrägen Uferhang, lagere Dich ohne Scheu vor den Blicken
der Zyniker. Fließe mit, mit dem sanften Kräuseln des Wassers. Fließe mit
dorthin, wo das Glück ist oder sein könnte. Ich, die Weide, helfe Dir, es zu
suchen. Blick auf mich, und ich verrate Dir mein Geheimnis: Das Glück ist
möglich.

Bist Du geboren im März, zwischen dem 1. und 10., oder im September,
zwischen dem 3. und 12.,- dann bin ich Dein Lebensbaum. Der WeidenMensch ist unbeirrbar in seinem Drang, in seinem Willen zur steten
Erneuerung. Er holt sich Kraft, dort, wo sie ist: in der Natur.

Der Weiden-Mensch hat ein inneres Gespür. Er ist aufrichtig und ein guter
Spender von Trost und Hoffnung. Die Weiden-Menschen schwanken
zwischen Traurigkeit und Zuversicht. Aber haltlos sind sie drum nicht. Sie
sind Genies der Kommunikation. Kein Zufall, daß Alexander Graham Bell,
Erfinder des Telefons, ein Weiden-Mensch war. Ich, die Weide, bin der
Baum der Melancholie. Wahr ist aber auch, daß ich die Kraft habe, Dich
herauszuführen in die Wiederkehr der Freude, die dann desto schöner ist.

Die Weide:

Lateinischer Name

Salix alba ‚tristis‘

Familie

Weidengewächse (Salicaceae)

Verbreitungsgebiet

Von Europa mit Ausnahme von Skandinavien bis Zentralasien

Blütezeit

April – Mai

Fruchtreife

Mai – Juni

Höhe

Bis zu 25 Meter

Alter

Bis zu 200 Jahre

Früchte

Kapselfrüchte,

Blätter

Männliche Kätzchen aufrecht, bis 7 cm lang, erscheinen mit den Blättern. Weibliche Kätzchen gebogen-aufrecht

Borke

Graubraun, sehr tiefrissig

Standort

in Überflutungsgebieten in Ufergebüschen, in Auwäldern, an Altwässern, an Bächen oder Seen

Wissenswertes

Diese in Frankreich um 1815 entstandene Form ist die allseits bekannte Trauerweide. Sie wird an Gewässern und in Parks häufig angebaut. Der Baum kann 22 m hoch werden. Die Baumkrone ist unregelmäßig breit gewölbt; die langen dünnen Zweige hängen schlaff herab. Die Rinde ist hell graubraun. Die Zweige sind im Frühjahr kräftig gelb, im Sommer hellgelb. Die Blätter treiben früher als beim Typ aus; sie sind auch größer (bis zu 10 cm Länge und 1,5 cm Breite). Die meisten Exemplare sind männliche Klone; bisweilen kommen jedoch weibliche Blüten in den männlichen Kätzchen vor. Im Handel ist die Trauerweide häufig unter der falschen Bezeichnung Salix babylonica zu finden.

Verbreitung

Zur artenreichen Pflanzengattung der Weiden (Salix) gehören ungefähr 300-400 verschiedene Arten, darunter auch die in Europa vorkommende Silber-Weide oder die in Asien heimische Trauerweide. Weiden werden oftmals wegen ihres schnellen Wachstums und dem umfangreichen Wurzelsystem das sie innerhalb kurzer Zeit ausbilden können, als Erosionsschutz angepflanzt. 
In neuen Lebensräumen ohne Konkurrenz sind sie anderen Pflanzen durch ihre Wachstumsgeschwindigkeit klar überlegen. Dagegen findet man Weiden in Laubmischwäldern praktisch nicht vor. Dabei hängen zwei Faktoren maßgeblich zusammen: Einerseits benötigen Weiden eine hohe Lichtintensität um wachsen zu können, andererseits erreichen sie im Mittel nur ein geringes Alter (ca. 50 Jahre), sodass in bereits vorhandenen Wäldern keine Möglichkeit zur Etablierung besteht. 
Schon die Ägypter machten sich das biegsame Holz der Weide zu Nutze. Speziell für Fischfang und Korbflechterei eignen sich die langen Zweige als Netzbefestigung bzw. als Ausgangsmaterial für Körbe. Heutzutage hat Weidenholz dagegen keine große Bedeutung mehr.

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