ULME

Feldulme (Ulmus minor)

12. – 24. JÄNNER

Charaktereigenschaften:

vertrauenserweckend, reger Verstand, individualistisch, tolerant, Sinn für Gerechtigkeit, heiteres Gemüt, strahlt Zuversicht aus

Die Feldulme ist ein bis zu 30 Meter hoher Laubbaum mit breiter, gewölbter Krone und kann bis zu 500 Jahre alt werden. Die Blätter dieser reich verzweigten Ulmenart sind zweizeilig angeordnet, einfach bis doppelt gesägt, an der Oberseite glatt und eher glänzend. Ebenso wie die wohlgestalteten Ulmen einer Landschaft einen erhabenen Eindruck verleihen, vermitteln Ulmen-Geborene das Gefühl der Sicherheit. Sie erlangen leicht das Vertrauen und die Anerkennung ihrer Mitmenschen. Sie sind starke, pflichtbewusste Persönlichkeiten, die trotz ihrer Heiterkeit nicht mit dem Strom schwimmen.

Wussten Sie, dass sich der Name dieser Baumart in mehreren Ortsbezeichnungen, wie Ulmliz, Ulmenhof, Ulmenberg, Elm oder Elmau wiederfindet? Die Ulmen werden häufig auch mit Linden verwechselt.

Seit etwa 100 Jahren grassiert die Ulmen-krankheit. Ein Pilz, der die Wasserleitbah-nen verstopft, gefährdet diese Baumart. Der Ulmensplintkäfer ist der Pilzüberträ-ger. Dabei ist ihr Holz zäh und druckfest.

Ich bin die Ulme.

„Unter dunklen Ufer-Ulmen ruhen Durst ́ge nur“ – der Satz dient von altersher zum Einüben einer guten Aussprache des Vokales U. Er enthält aber auch Wahrheiten über das Wesen der Ulme.

Ich, die Ulme, bin am Ufer der Gewässer des Auwaldes ein Baum der Ruhe wie auch der Regsamkeit, voll Würde und Erhabenheit. Führend rage ich über die minderen Gehölze.

Ich bin der Lebensbaum für Individualisten, die hoch hinauswollen. Ihr Bewegungstrieb verzettelt sich nicht, sondern klar und gezielt strebt er nach oben.

Bist Du geboren im Januar, zwischen dem 12. und dem 24., oder im Juli, zwischem dem 15. und 25., – so spürst Du in Dir die typische Ulmen-Kraft, den Drang und den Mut zum In-sich-Ruhen, gepaart mit der Entschlossenheit, die anderen zu überwachsen.

Seit dem Jahr 1918 wütet nun schon, aus dem Westen Europas kommend, die „Ulmenkrankheit“, ein tückischer Pilzbefall. Es ist typisch für den „Ulmen-Menschen“, daß er große Widerstandskraft hat. Er übertrifft seinenLebensbaum und erholt sich rasch und wächst zu Erfolg und Heiterkeit.

Die Ulme:

Lateinischer Name

Ulmus minor

Familie

Ulmengewächse (Ulmaceae)

Verbreitungsgebiet

Europa bis in den Kaukasus

Blütezeit

Mai – April

Fruchtreife

Mai – Juni

Höhe

Bis zu 30 Metern, selten 40 Meter

Alter

Bis zu 600 Jahre

Früchte

Nußfrüchte 13-20 mm lang, fast ungestielt

Blätter

kurz zugespitzt und in der Mitte am breitesten. Erinnern etwas an die Hainbuche jedoch ist die Blattspreite stark asymmetrisch

Borke

Graubraune, längsrissige Schuppenborke

Standort

Vor allem im Bereich der großen Fluss- und Stromtäler in der Hartholzaue

Erscheinungsbild und Verbreitung

Die Feldulme ist eine von drei Ulmenarten (Berg- und Flatterulme), die in Österreich vorzufinden sind. Die wärmeliebende Feldulme ist dabei in Auen und Flusstälern und auch oft in der Kulturlandschaft zu finden. In vielen Orten findet man auch eine Ulme im Dorfzentrum (Dorfulme, Gerichtsulme. Weltweit gibt es 30 Ulmenarten.
Die Feldulme ist in Europa sehr weit verbreitet, man findet sie vom Mittelmeergebiet, bis in das südliche Skandinavien wie auch in Osteuropa.
Die Feldulme ist ein typischer Baum der Hartholzauen, als der Auwälder die nicht direkt an den Fluss grenzen und nicht von regelmäßigen Überschwemmungen betroffen sind, dennoch unregelmäßige Überschwemmungen vertragen. Zusammen mit der Flatterulme, der Esche und der Eiche ist sie in natürlichen Flusssystem zu finden.

Die Art ist in Europa weit verbreitet, vom Mittelmeergebiet bis in das südliche Skandinavien und von Irland bis Russland mit einem Schwerpunkt in Mittel-, Süd- und Osteuropa. Außerdem sind Vorkommen auf Malta und in Nordafrika bekannt. Sie ist die typische Ulme der großen europäischen Flusstäler im Flachland. Innerhalb wie außerhalb des Areals wurde sie vielfach angepflanzt.

In Mitteleuropa bildet die Feldulme, zusammen mit der Flatterulme, der Esche und der Eiche, natürlicherweise den Hartholzauenwald. Diese Standorte sind im großen Maßstab zerstört worden, unberührte Auenlandschaften gibt es nicht mehr. Zusätzlich hat die Holländische Ulmenkrankheit die wenigen verbliebenen Bestände weiter dezimiert.

Die Feldulme kann ohne weiteres 35 m oder 40 Höhe erreichen, wegen der starken Anfälligkeit gegenüber der Holländischen Ulmenkrankheit findet man in Mittel- und Westeuropa fast nur noch kleine, häufig buschförmige Exemplare. In England ist vielfach zu beobachten, dass die Feldulme in Hecken, an Waldrändern und in Gebüschen 4 bis 8 m hochwächst und dann wieder der Holländischen Ulmenkrankheit zum Opfer fällt.

Interessantes über die Ulme

Zur Pflanzengattung der Ulmen (Ulmus) gehören etwa 30 verschiedene Arten, von denen mit Bergulme, Feldulme und Flatterulme gerade einmal drei in Europa heimisch sind. Bezüglich der Temperaturverträglichkeit besitzen Ulmen einen für die meisten Laubbäume typisch bevorzugten Wärmebereich. Man findet sie ausschließlich auf der Nordhalbkugel in warmgemäßigten Zonen. Artenreich tritt die Ulme jedoch nur in Asien auf, wo zwei Drittel aller Ulmenarten beheimatet sind. 
Ulmen können relativ leicht anhand ihrer wechselseitig angeordneten Blätter identifiziert werden. Während die meisten Laubbäume eine paarige Anordnung aufweisen, schichten sich Ulmenblätter an den Zweigen abwechselnd übereinander. 
In den letzten hundert Jahren sind weltweit ein Großteil der Ulmenbäume zwei Schlauchpilzarten zum Opfer gefallen. Dabei dienen mit dem Pilz infizierte Ulmensplintkäfer als Überträger. Beim Bohrvorgang in das Holz übertragen sie den Pilz auf den Baum, der mit der Zeit dann seine Fähigkeit zum Wassertransport einbüßt. Infolge des Wassermangels sterben sämtliche Ulmenblätter ab und die Photosynthese kommt zum erliegen. In jüngster Vergangenheit versucht man durch Züchtung resistenter Ulmen gegen das fortschreitende Ulmensterben vorzugehen.

Ulmensterben

In weiten Teilen Europas ist der Baum durch das Ulmensterben, durch den Pilz Ophiostoma (novo-) ulmi verursacht, stark gefährdet. Ältere Bäume ab einem Stammdurchmesser von ca. 15 cm werden bevorzugt befallen. Die geschädigten Bäume treiben aber wieder aus. So findet man fast nur noch jüngere Pflanzen. Feldulmen können 600 Jahre alt und 40 m hoch werden. Die Feldulme wird auch heute noch häufiger zur Anlage von Hecken angepflanzt und stark beschnitten. Hier kommen jedoch fast ausschließlich in Holland gezüchtete Varianten zum Einsatz, die meist vegetativ durch Wurzelsprosse vermehrt werden.

Es existieren resistente Sorten, die nach den Phytopathologinnen Christine Buisman (1900 – 1936) und Bea Schwarz (1898 – 1969) benannt wurden, die die Ursache des Ulmensterbens entdeckt haben.

 

Die Feld-Ulme ist die von Ulmensterben am stärksten betroffene Art. Ein Pilz, „Ceratocystis ulmi“, verursacht in den Gefäßen des Holzes Verstopfungen der Leitungsbahnen, sodass es zu einer Unterbrechung der Wasserversorgung kommt und Zweige absterben. Dieser Pilz wird durch Ulmensplintkäfer der Gattung „Scolytus“ auf gesunde Bäume übertragen. Alte Feld-Ulmen sind kaum noch zu finden. Lediglich aus Wurzelsprossen hervorgegangene Jungbäume findet man noch, bis auch sie, nach beginnender Borkenbildung, infiziert werden. Die Feld-Ulme bastardiert leicht mit der Berg-Ulme.

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