PAPPEL

Graupappel (Populus x canescens)

5. – 13. AUGUST

Charaktereigenschaften:

aktiv, schnelle Auffassungsgabe, aufgeschlossen, verlässlich, fühlt sich oft unverstanden, besitzt Vernunft und Intuition, ist ein Freund fürs Leben

Ihren Namen hat die Pappel vom lateinischen Wort für Volk (populus). Durch ihre grau behaarten Blattunterseiten ist sie leicht zu erkennen. Die Graupappel ist eine Kreuzung zwischen Zitter- und Silberpappel. Sie erreicht eine durchschnittliche Wachstumshöhe von 25 Metern und erstreckt sich über fast ganz Europa. Auf Pappel-Geborene ist Verlass, besonders in schweren Zeiten. Doch lassen sie sich niemals ausnützen. Ihr beweglicher Geist, ihre Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungen und die schnelle Auffassungsgabe machen sie zu umsichtigen Organisatoren.

Wussten Sie, dass Napoleon Bonaparte Pappeln wegen ihrer Schnellwüchsigkeit und aufgrund ihres grazilen Aussehens entlang seiner Armeerouten und Heeresstraßen setzen ließ?

Bereits im 12. Jahrhundert hat die Äbtissin Hildegard von Bingen in ihren Naturheil-kundebüchern über die heilende Wirkung von Pappelknospensalben bei Entzündun-gen und Gliederschmerzen berichtet.

Ich bin die Pappel.

Spürst Du wie sensibel ich bin? Wir stehen einander gegenüber, feinste Schwingungen laufen hin und her. Ich bin der Gefühlsbaum. Meine Blätter sind in Bewegung, auch wenn nicht der leiseste Luftzug zu spüren ist.

Ist Dein Geburtstag im Februar, zwischem dem 4. und 8., im Mai, zwischen1. und 14., im August, zwischen 5. und 13., dann bin ich Dein Lebensbaum. Wir verstehen einander – ohne große Worte. Komm näher zumir! Spür mich!

Wir zwei sind unübertrefflich in unserer Beweglichkeit, geistig wie körperlich. Wir sind unterwegs, aber wir verlieren uns nicht. Wir sind aktiv,aber verlässlich. Wir fassen rasch auf, und wir können uns gut einfühlen. Auf uns „Pappeln“ ist Verlass, trotz unserer Beweglichkeit.

Wir sind nicht nur sensibel im Kleinen, wir sind auch fähig, zu großen Gefühlen und Taten. Jules Verne und der Zukunftsforscher Robert Jungk sind „Pappeln“, ebenso wie Sigmund Freud, Axel Corti, James Dean, Hans Moser, Senta Berger, Andy Warhol.

Wir „Pappeln“ lassen uns nicht festlegen auf das Bestehende. Wir gehen gemeinsam in die Zukunft.

Die Pappel:

Lateinischer Name

Populus alba

Familie

Weidengewächse (Salicaceae)

Verbreitungsgebiet

Mittel-, Süd- und Osteuropa, Westsibirien,

 Westasien und Nordafrika

Blütezeit

März – April

Fruchtreife

Mai

Höhe

Bis zu 30m Höhe

Alter

300 Jahre, selten 400 Jahre

Früchte

Kapselfrucht mit zahlreichen Flugsamen, auch „Pappelschnee“ genannt

Blätter

3 bis 5-lappig, etwas dem Ahornblatt ähnlich, jedoch ist die Unterseite weißt-silber filzig (Name!)

Borke

Rinde lange glatt und weißlich-grau, im Alter reißt sie rautenförmig auf

Standort

im Bereich größerer Flüsse, die über die Ausbildung einer harten Au Verfügen, also Bereiche, die periodisch überschwemmt werden

Wissenswertes

Zur Pflanzengattung der Pappeln (Populus) gehören ungefähr 60 verschiedene Arten, u.a. die in Europa hauptsächlich vorkommende Schwarz- und Silber-Pappel. Erdzeitgeschichtlich stellt die Populus Gattung eine sehr alte Gattung dar, was auch der Grund für die hohe Anzahl an Fraßfeinden ist. Im Laufe der Evolution haben sich in erster Linie Bockkäferarten auf Pappeln spezialisiert. Moschusbock oder Pappelbock sind nur zwei Tierarten von einer schier langen Liste von Blattfraßschädlingen. Aber auch junge Triebe gelten für kleinere Nagetieren und Damwild als schmackhaft und werden gerne gefressen. 
Überwiegend siedeln Pappeln in feuchteren, nährstoffreichen Gebieten. Insbesondere entlang von Flüssen und Bächen bzw. auf periodisch überschwemmten Böden finden sich nicht selten größere Pappelpopulation. Da sie als Pionierpflanze gelten, die auch auf mit weniger guten ökologischen Bedingungen zu Recht kommen, werden Pappeln oftmals zur Wiederaufforstung verwendet. Im Vergleich zu anderen Baumarten ist ihr Wachstum unglaublich schnell. So kommt ihnen schon seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle als Nutzholz bei der Papierproduktion zu.

Verbreitung

Die Silberweide wird bis zu 200 Jahre alt und bildet oft bis zu 1 m dicke Stämme. Ältere Bäume sind innen oftmals hohl. Die über 500 auf der Nordhalbkugel verbreiteten Weidenarten bieten ein breites Spektrum an Formenvielfalt: von unterirdisch kriechenden Zwerggehölzen der Gebirsregionen über üppige Sträucher bis hin zu hohen Baumriesen sind viele Wuchsformen vertreten. In unseren Regionen können wir acht Arten unterscheiden, welche als typische Tieflandbewohner insbesondere unser Flussufer und sonstige bodenfeuchte Stellen bewohnen. Sie bilden mit Erlen und Pappeln gemeinsam den Gehölzbestand der sog. Weichholzaue. Leider neigen Weiden zur Bildung von Bastarden, welche auch noch fortpflanzungsfähige Nachkommen erzeugen. Dies macht das Bestimmen auch für Fachleute sehr schwierig.

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Lebensbaumpatenschaft übernommen von:

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