LINDE

Sommerlinde (Tilia platyphyllos)

11. – 20. MÄRZ

Charaktereigenschaften:

liebt das Schöne, aufopferungsbereit, Mut zum Träumen, meidet Hektik, gelassen, vielseitig begabt

Linden sind Antennen der Kommunikation. Der Lindenbaum galt immer als Zentrum des kulturellen Geschehens, als Ort des Tanzes, des Spieles, des Gesanges und der Unterhaltung. Es war Tradition, im Schatten einer Linde Gericht zu halten. Freistehende Linden wachsen zu gewaltiger Größe mit breiter, hochgewölbter Krone heran und können bis zu 1.000 Jahre alt werden. Linden sind mild, zärtlich und besänftigend. Linden-Geborene stehen im Spannungsfeld zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie streben stets nach Verwirklichung ihrer Träume und nach Vollkommenheit, dies im Wissen um ihre Unvollkommenheit.

Wie viele Lieder und Mythen fallen Ihnen zu diesem prächtigen Baum ein? Eines der bekanntesten ist sicherlich das von Franz Schubert vertonte Gedicht „Am Brunnen vor dem Tore“. Versuchen auch Sie zu träumen!

Beide heimische Arten, Sommer- und Winterlinde, verbreiten nicht nur zur Blüte einen angenehmen, milden Duft. Der Lindenblütentee hilft gegen Erkältung, Schnupfen und Grippe.

Ich bin die Linde.

Ich bin der Baum der Zärtlichkeit. Ich bin Sinnbild der Milde. Die wohltönenden Worte „lind“ und „lindern“ leiten sich nicht zufällig von meinem Namen her. In meinem Schatten findest Du Ruhe – das Schubert-Lied lügt nicht.

Bist Du im März geboren, zwischem dem 11. und 20.,oder im September, zwischen dem 13. und 22., – so bin ich Dein Lebensbaum. Lindenmensch, Du bist ausgeglichen und friedvoll; eine wahre, dringende Hilfe kannst Du sein für Deine unruhigen Mitmenschen. Verwirkliche Deine vielen Träume, mein lieber Lindenmensch, einige wenigstens. Füge zu Deiner Fantasie dieEnergie zur Tat. Du kannst es!

Auffällig ist das hohe Maß und Übermaß von Fantasie und träumerischem Seelen-Schmerz der Linden-Menschen. Dichter wie Henrik Ibsen und Christoph Ransmayr gehören zu ihnen, die Schauspielerinnen Greta Garbo,Nadja Tiller, Dolores Schmidinger, der Tänzer Nurejev und der Filmregisseur Bertolucci.

Die Linden-Menschen sind unter uns, und wir sind froh über sie. Die Linde ist aber auch ein mythischer Baum. Sie steht vor alten Kirchen und vor christlichen Kultstätten. Ich, die Linde, verströme heilenden Duft. Ich bin der Baum des Lebens.

Die Linde:

Lateinischer Name

Tilia

Familie

Malvengewächse (Malvaceae)

Verbreitungsgebiet

In Mitteleuropa stark verbreitet bis 1500m Seehöhe. Das Verbreitungsgebiet reicht in den Osten und Norden weiter als die Sommerlinde bis in den Kaukasus und Sibirien

Blütezeit

Juni – Juli

Fruchtreife

September

Höhe

20 – 30 Meter

Alter

Bis zu 1000 Jahre

Früchte

Nußfrucht mit Flügel, kuglig, kaum gerippt, 5-7mm lang

Blätter

Unsymmetrisch herzförmig, kleiner als die Sommerlinde, 5-7 cm. Abgrenzung: Im Gegensatz zur Sommerlinde die Blattunterseite nicht behaart sondern glatt.

Borke

Längs gefurchte, dicht gerippte, schwärzlichgraue Borke.

Standort

 frische und meist tiefgründige Böden

Wissenswertes

Zur Pflanzengattung der Linden (Tilia) gehören ungefähr 40 verschiedene Arten, von denen mit Sommerlinde, Winterlinde und Silberlinde drei in Europa heimisch sind. Daneben existieren noch weitere bastardisierte Arten, u.a. die Holländische Linde. 
Bienen finden in Lindenblüten eine große Menge an Pollen und Nektar vor. Angesichts dessen, eignen sich Linden hervorragend als Bienentrachtpflanze für schmackhaften Lindenblütenhonig. Auch die Blätter vieler Arten sind essbar. 
In Mitteleuropa haben Lindenbäume eine lange Kulturgeschichte und sind fester Bestandteil vieler Mythen und Sagen. Schon bei den Germanen galten sie wegen ihres enormen Alters (bis zu 2000 Jahre; in der quantitativen Gesamtbetrachtung finden sich unter den ältesten Bäumen Europas (>1000 Jahre) am häufigsten Linden) als heiliger Baum. In der Nibelungensaga kommt ihnen sogar eine entscheidende Rolle zu: Beim Bad des Siegfrieds in Drachenblut fällt ein Lindenblatt zwischen seine Schulterblätter und verhindert seine Unsterblichkeit. Darüber hinaus wurde im Mittelalter unter Lindenbäumen Gericht gesprochen, was den enormen kulturellen Stellenwert verdeutlicht.

Verbreitung

Obwohl die Winter-Linde die kleine Schwester ist, beansprucht sie das deutlich größere Verbreitungsgebiet – man findet sie noch viel weiter im Norden und Osten als die Sommer-Linde. Dort finden sich sogar natürliche Reinbestände. In Deutschland kommt die Winter-Linde oft im Berg- und Hügelland oder im Auenbereich größerer Flüsse vor. Hauptsächlich findet man sie im Regenschatten von Harz, Rhön und Erzgebirge, außerdem in Auenwäldern an den großen Flüssen 
Nur wenn es richtig gebirgig wird, hat die Sommer-Linde die Nase vorne: Sie steigt deutlich höher hinauf als ihre kleine Schwester. Die Winter-Linde erobert die Alpen lediglich bis auf eine Höhe von 1200 Metern, die Sommer-Linde wiederum bis 1700 Meter.

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