Ahorn

Feldahorn (Acer campestre)

11. – 20. APRIL

Charaktereigenschaften:

eigenständig, dynamisch, konfliktbereit, strebt nach Wertschätzung und lebt im ständigen Kampf um die eigene Identität, strahlt Energie aus

Die kräftigen Äste des Ahorns winden sich eigenwillig nach oben. Einen geraden Ast findet man kaum. Ähnlich sind Ahorn-Geborene, dynamische und unruhige Menschen, die einen unnachgiebigen Drang nach Eigenständigkeit verspüren. Der Feldahorn erreicht eine Größe von zirka 20 Metern. Wie die sternartigen Blätter trägt der Ahorn etwas Energievolles, Spritziges und Feuriges in sich. Der sprühende Charakter, verbunden mit einer gewissen Leich-tigkeit und Souveränität, hat dem Ahorn seine Stellung als Symbol für Freiheit und Würde eingetragen.

Wussten Sie, dass das trojanische Pferd aus Ahornholz gezimmert wurde oder dass das Ahornblatt Symbol des kanadischen Staatswappens ist? Das Ahornholz wird für den Innenausbau und im Möbelbau verwendet, wo es für feinste Arbeiten eingesetzt wird.

Ahornblätter werden als erste Hilfe gegen Insektenstiche, gegen müde und geschwollene Füße und Augen aufgelegt. Bereits vor 4.000 Jahren war Ahornsirup für die Ägypter ein wichtiges Heilmittel.

Ich bin der Ahorn.

Meine Blätter sind wie Sterne. Aus den Zacken sprüht Energie. Sie fließt feurig hinüber zu Dir. Spürst Du sie?

Bist Du geboren im April, zwischen 11. und 20., oder im Oktober, zwischen14. und 23. – so bin ich Dein Lebensbaum. Lass Dir, lieber Ahornmensch, zwei Geschichten erzählen:

Mein gezacktes Blatt ist das Wahrzeichen der Flagge Kanadas. Ein riesiges Land, mit sehr viel Platz für seine Bewohner. Die Kanadier halten auf Freiheit. Ein gutes Symbol hierfür ist das Ahornblatt, das voll Energie steckt und immer leicht nach oben steht.

Die zweite Geschichte ist viel, viel älter. Vor mehr als dreitausend Jahren wollten die Griechen Stadt und Festung Troja erobern. Viele Jahre lang vergeblich. Da bauten sie ein riesiges Pferd aus festem Ahornholz. Die Trojaner hielten das Ahornpferd für ein Geschenk der Götter. Sie machten in ihrer Stadtmauer ein großes Loch und zogen das Pferd hinein. Im Ahornpferd aber waren Griechen versteckt. Sie sprangen heraus und eroberten Troja.

Bist Du eine Ahornfrau? Aus Ahornsaft wird der köstlichste Sirup bereitet – Ahornsirup ist süß wie die Liebe. Das ist die Botschaft des Ahorns: Sei frei, sei kühn und liebe.

Der Ahorn:

Lateinischer Name

Acer pseudoplatanus

Familie

Seifenbaumgewächse
(Sapindaceae)

Verbreitungsgebiet

Europa bis Westasien,
Verbreitungsschwerpunkte
in den mittleren und
höheren Lagen der süd- und 
mitteleuropäischen 
Gebirge

Blütezeit

April – Mai

Fruchtreife

September – Oktober

Höhe

bis zu 35 Meter

Alter

Bis zu 500 Jahre

Früchte

Flügelfrüchte, ungefähr rechtwinkelig
angeordnet

Blätter

Fünflapig, 3-15cm lang gestielt. Abgrenzung zu den beiden anderen Ahornarten: Weniger deutlich gelappt als der Feldahorn und keine zugespitzten Blattenden wie beim Spitzahorn

Borke

Schuppig, braun bis graubraun

Standort

Anspruchslos, bevorzugt aber frische bis feuchte Böden.
Bestandsbildener Waldbaum in Laubmischwäldern, im Bergland gewöhnlich zusammen mit Nadelhölzern bis zur Baumgrenze aufsteigend 

Wissenswertes

Die Blüten des Berg-Ahorns werden durch Bienen und Fliegen bestäubt, die Früchte verbreitet der Wind. Die Bäume können ein Alter von 500 Jahren erreichen. Das helle, feste Holz wird zu Furnieren verarbeitet und auch für Musikinstrumente (Gitarre, Geige) genutzt. Wird gerne aufgrund der Ähnlichkeit seiner Blätter mit der Platane verwechselt. In Mythologie und Volksglauben hat der Ahorn kaum eine Bedeutung.

Die so genannten „Ahornböden“ auf Almwiesen sind durch Förderung des Berg-Ahorn durch den Menschen entstanden. Zwei besonders schöne Beispiele dafür sind der Große und der Kleine Ahornboden im nördlichen Karwendelgebirge, beliebte Ziele für Tagesausflüge und Wanderungen.

Samen und speziell die Keimblätter des Bergahorns enthalten giftige Aminosäuren Eines der Gifte ist das Hypoglycin, das auch schwere Vergiftungen beim Menschen auslösen kann. Beschrieben wird das toxisch hypoglykämische Syndrom (Jamaikanische Brechkrankheit) nach Aufnahme der Akeepflaume. Hypoglycin ist eine Aminosäure, die durch Verdauungsvorgänge in eine toxische Form umgewandelt wird. 

Verbreitung

Die Verbreitung des Bergahorns erstreckt sich auf die Gebirge Mittel-, Süd- und Südosteuropas, in den Alpen bis 1700 m Höhe, in montanen buchenreichen Misch- und schattigen Schluchtwäldern, im Bayerischen Wald bis 1200 m Höhe. Neben den buchenreichen Mischwäldern kommt der Bergahorn randlich auch in subalpinen Nadelwäldern und submontanen Edellaubbaumwäldern vor. Die Nordalpen und das Alpenvorland zählen zum Hauptverbreitungsgebiet des Bergahorns. Die Art bevorzugt ein feuchtes Berg- oder Schluchtklima. Als Halbschatt- bis Schattbaumart wächst der Bergahorn auch unter dem dichten Schirm anderer Bäume. Er bevorzugt tiefgründige, frische, nährstoffreiche Böden. Konkurrenzlos ist der Bergahorn auf wenig verfestigten, stark humusreichen Kalkhangschuttböden auf luftfeuchten Schattseiten. Er ist sehr anspruchsvoll im Bezug auf Feuchtigkeits-, Nährstoff- und Basenversorgung. Sein Wuchsoptimum hat er auf grundfeuchten (auch vergleyten) Lehmböden. Er verträgt keine Überschwemmungen. Bei dicht gelagerten und skelettreichen Böden ist die mechanische Wurzelenergie gering. In Pseudogleyeböden wurzelt der Bergahorn relativ flach, aber intensiv.

Der Bergarhon ist in vielen Gebieten mit gemäßigten Klima eine Neophyt, beispielsweise in Makaronesien, Australien, Neuseeland, Nordamerika und Argentinien. Durch seine Ausbreitungsstrategie mit den Flügelnüssen gilt er in einigen Ländern als invasive Pflanze.

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