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Vorkommen

Während der Eiszeit und der damit verbundenen Vergletscherung der Alpen hatte die Zirbe Standorte im Wiener Becken und der Ungarischen Tiefebene. Als das Eis zu schmelzen begann, wanderte die Zirbe zurück ins Gebirge und hatte während des Postglazials ihre größte Verbreitung.

Heute bedeckt die Zirbe 1 % der Waldfläche in Österreich und ihr Verbreitungsgebiet liegt vor allem im Alpenraum im Bereich der Waldgrenze mit einem Schwerpunkt in den kontinentalen Zentralalpen. Kleinere Mengen an Zirben sind aber auch in der Hohen Tatra und in den Süd- und Ostkarpaten aufzufinden. In den Ötztaler und den Zillertaler Alpen bildet die Zirbe zusammen mit der Lärche wunderschöne Zirbenwälder als obersten Waldgürtel, nach unten begrenzt durch Fichtenwälder.
Neben dem natürlichen Vorfinden werden sie hauptsächlich in Parks gepflanzt.

In Österreich finden Sie Zirbenwälder:

in Kärnten:
im Nationalpark Nockberge (Bad Kleinkirchheim, Krems in Kärnten, Radenthein und Reichenau), im Nationalpark Hohe Tauern (Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern, Mallnitz, Malta und Obervellach)

in Oberösterreich:
im Inneren Salzkammergut (Bad Goisern, Hallstatt, Gosau und Obertraun) und
am Warscheneck


in Salzburg:
im Nationalpark Hohe Tauern (vor allem Gastein, aber auch Krimml, Wald im Pinzgau, Neukirchen, Bramberg, Hollersbach im Pinzgau, Mittersill, Uttendorf, Kaprun, Fusch, Rauris, Hüttschlag, Muhr) sowie im
im Scharntal im Pinzgau (Bezirk Zell am See)

in der Steiermark
am Dachstein
im Nationalpark Gesäuse (mit den Gemeinden Admont, Johnsbach, Weng, Hieflau, Landl und St. Gallen)
im Zirbenland (mit den Gemeinden Amering, Obdach, St.Anna am Lavantegg und St.Wolfgang am Zirbitz)
auf der Turracher Höhe

und in Tirol:
im Naturschutzgebiet Vilsalpsee im Naturpark Kaunergrat(mit den Gemeinden Arzl im Pitztal, Wenns, Jerzens, Fließ, Prutz, Faggen, Kaunerberg, Kauns, Kaunertal und St. Leonhard im Pitztal)
im Nationalpark Hohe Tauern (Dölsach, Hopfgarten in Defereggen, Iselsberg-Stronach, Kals am Großglockner, Matrei in Osttirol, Nußdorf-Debant, Prägraten am Großvenediger, Sankt Jakob in Defereggen, Sankt Veit in Defereggen, Virgen)

Betrachtet man die gesamte Verbreitung der Zirbe, so sind die Alpen nur ein kleiner Teil ihres "Königreiches". Die größte Fläche besiedelt sie in Sibirien, wo sie wegen den kleinen Abweichungen zu der uns bekannten Zirbe von manchen Botanikern sogar als eigene Art gesehen wird. Die Unterschiede: Sie wird mit maximal 40 m Höhe deutlich größer und hat kürzere Nadeln, aber längere Zapfen.

Die Zirbe kommt meist in Höhenlage zwischen 1.500 und 2.000 Meter vor, vereinzelt aber auch von 1.300 Meter bis 2.850 Meter. Die Art bevorzugt frische, bindende und tiefgründige Böden sowie versauerte Rohhumusböden. Sie wächst meist auf Granit, Gneis, Schiefer, Sandstein oder Kalkgestein und stellt nur geringe Ansprüche an den Nährstoffgehalt und pH-Wert des Bodens. Für die Keimlinge ist eine Versorgung mit Kalium wichtig. Sie ist eine Baumart des strengen kontinentalen Klimas. Da sie Temperaturen von bis zu −43° C unbeschadet übersteht, gilt sie als die frosthärteste Baumart im Alpenraum

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