Geschichte
Während der letzten Eiszeit wurden Zirben von Sibirien nach Mitteleuropa eingeschleppt, wo sie sich im Alpenraum schnell ausbreiten konnten.
Noch vor wenigen Jahrhunderten haben die Menschen die Früchte der Zirbe als Nahrungsmittel verwendet, da sie mit 70 % Fettanteil und 20 % Eiweißanteil durchaus satt macht. Als es immer mehr zu einer Verbesserung der Versorgung kam, ist aber diese Nutzung der Zirbe weitestgehend verschwunden – einzig der unverkennbare Zirbenschnaps erinnert heute noch an die ehemalige Kulturpflanze Zirbe.
Hätte die Natur freien Lauf gehabt, wären heute weit mehr Zirbenwälder zu finden. Die Menschen haben aber auf Grund der Weidehaltung in vielen Alpenregionen das Kieferngewächs schonungslos geschlägert. Deswegen konnte sich die Zirbe im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende nur in wenigen Rückzugsräumen wie den Nockbergen halten.
Erst aufgrund der Hochwasser- und Lawinenkatastrophen, gegen die Zirben äußerst resisdent sind, kam es langsam zu einem Umdenken in Richtung nachhaltigen Bewirtschaftung der Zirbenbestände.
Zur Freude aller Zirbenschützer gab es außerdem eine Zeit lang Hoffnung, dass sich die Zirbenwald-Bestände nachhaltig erholen, denn die Beliebtheit der Zirbe als Rohstoff für Möbel und Einrichtungen ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Die Zirbe ist viele Jahre lang als zu rustikal und kitschig betrachtet worden. Allerdings konnte in der Nutzung des Holzes durch ein neues Image in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung verzeichnet werden.
