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Gefahren

Die Notwendigkeit der Zirbe in unseren Wäldern und unserem Ökosystem wird uns in Zeiten des Klimawandels immer öfter vor Augen geführt. Kaum etwas schützt so gut vor Lawinen und Überschwemmungen wie ein dichter Zirbenwald. Und dennoch findet sich die Zirbe in der „Liste der 21 gefährdeten/seltenen Holzgewächse Österreichs“, die 2008 in der Broschüre „Vielfalt im Wald - Eine Bestandsaufnahme in Hinblick auf das internationale Jahr der Biodiversität“ vom Kuratorium Wald veröffentlicht wurde, wieder.

Krankheiten & Schädlinge
Während die Zirbe als Jungpflanze keine längere Schneebedeckung erträgt ohne von Pilzen befallen zu werden, ist sie später gegen abiotische Gefährdungen äußerst widerstandsfähig sowie einigermaßen resistent gegenüber Ozon und Schwefeldioxid.

Der Jungwuchs wird vor allem durch Verbiss und Fegen durch Gämse, Rehe und Hirschen stark reduziert, aber auch der Weiße Schneeschimmel befällt die Nadeln von Jungbäumen. Die Rinde der Zirbe ist anfällig für den Erreger des Schwarzkiefer-Triebsterbens und den Schlauchpilz.

Der Echte Kiefernrüssler und der Graue Lärchenwickler können der Zirbe Schaden zufügen. Der Graue Lärchenwickler tritt vor allem in Zirben-Lärchenwälder auf, wo es zu Massenvermehrungen kommt, bei denen Lärchen kahlgefressen werden. Stehen ihnen aber keine Lärchen mehr zur Verfügung, geht der Schädling auf den Zirbelkiefernbestand über und zerstört deren Nadeln gleichfalls. Während Lärchen in der Regel durch einen Lärchenwicklerbefall nicht absterben, leiden die Zirbelkiefern sehr nachhaltig unter diesem Befall. Denn geschwächte Zirbelkiefern sind dann anfällig für den Befall durch weitere Schädlinge.


Klimawandel
Die Zirbe wagt sich in Höhen vor, in denen keine andere Baumart Chancen hat zu überleben. Je wärmer es in den Gebieten wird, in denen bisher nur die Zirbe geeigneten Lebensraum gefunden hat, desto größer wird die Gefahr, dass auch andere Arten die dann dort herrschenden Lebensbedingungen akzeptieren und die Zirbe verdrängen.

Foto: Josef Essl

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