2010 - Die Wildobstbäume
Die Wildobstbäume wurden in der gemeinsamen Aktion "Baum des Jahres" vom gemeinnützigen Verein Kuratorium Wald und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft für das Jahr 2010 zu den "Bäumen des Jahres" auserkoren. Zahlreiche Wildobstbäume, wie die Schneebirne, der Holzapfel, oder der Speierling sind aufgrund ihres geringen Vorkommens stark gefährdet und gleichzeitig wichtige Lebensgrundlagen für andere Arten. Die Ernennung der Wildobstbäume soll die Popularität dieser Arten und ihre Verbreitung in den Wäldern und Gärten unterstützen.
Neben ihrem kulinarischen Wert haben Wildobstbäume vor allem eine wichtige ökologische Funktion: Sie bieten insbesondere Vögeln, Bienen sowie anderen Insekten einen vielfältigen Lebensraum, und spielen auch als Wildtieräsung eine wichtige Rolle. Mit dem Trend zur Hochwaldbewirtschaftung wurden die Wildobstbäume Mitte des 19 Jahrhunderts zunehmend von so genannten "Brotbäumen" wie Fichte und Buche verdrängt. Zahlreiche heimische Sorten stehen bereits auf der roten Liste der gefährdeten Baum- und Straucharten des Kuratorium Wald, so Gerhard Heilingbrunner.
Die Aktion "Baum des Jahres" steht in den nächsten fünf Jahren unter dem Motto "Stopp dem Artenverlust". Den Beginn machen 2010 - dem Internationalen Jahr der Artenvielfalt - die Wildobstbaumarten. Am 21. März 2010 - dem Internationalen Tag des Waldes - wird Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich gemeinsam mit dem Präsidenten des Kuratoriums Wald Gerhard Heilingbrunner eine Broschüre zum aktuellen Baum des Jahres präsentieren.
Bezugsquellen
Mögliche Bezugsquellen für Wildobstbäume finden Sie hier.
