• 1080 Wien, Alser Straße 37/16
  • +43 1 406 59 38
  • himmel@himmel.at
Wald-Umwelt-Förderungen
You are here: Home \ Kuratorium Wald \ Projekte \ Wald-Umwelt-Förderungen

Projekte

Woche des Waldes 2013

Mehr Geld und Ökologie für unseren Wald
Präsentation einer Studie EU-Förderungen Waldökologie

Anlässlich der Weiterentwicklung des EU-Förderprogramms „Ländliche Entwicklung“ für die Periode 2014-2020 haben der Umweltdachverband und das Kuratorium Wald eine Rückschau auf die waldökologischen Maßnahmen-Förderungen der beinahe abgelaufenen Periode 2007-2013 gehalten. Dabei wurde ein Vergleich der ökologisch relevanten Wald-Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zwischen Österreich und der gesamten EU gezogen.

Im Rahmen der diesjährigen Woche des Waldes (10. bis 16. Juni 2013) möchten wir Ihnen diese brandaktuelle Studie präsentieren. Der Umweltdachverband und das Kuratorium Wald haben darin eine Reihe von Schlussfolgerungen zusammengestellt, insbesondere werden eine Verdopplung der LE-Waldförderung von jährlich 42 Mio. Euro auf 80 Mio. Euro und neue Schwerpunktsetzungen insbesondere in den so genannten unproduktiven Bereichen gefordert.

Mit etwa 250 Mio. Euro (ca. 3,2% des Gesamtförderbudgets von etwa 8 Mrd. Euro) kamen in Österreich im Zeitraum 2007 bis 2013 nur halb so viel Fördermittel dem Wald zugute als im EU-Schnitt (ca. 6,5%) – dies trotz des hohen Waldanteils in Österreich. Besonders nicht-produktive Maßnahmen, die im öffentlichen Interesse liegen, sind in Österreich deutlich unterdotiert (Wohlfahrtswirkungen wie Bodenschutz, Hochwasserprävention, Gewässerschutz, weiters Biodiversitätserhaltung durch Totholz, ökologischen Waldbau und Lebensraumschutz – inner- und außerhalb von Natura 2000-Gebieten). Das Erreichen der Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie 2020 im Wald ist durch die beschränkten zur Verfügung stehenden Mittel extrem unwahrscheinlich!

Produktive Maßnahmen hingegen, die im überwiegenden Interesse der Forstbetriebe liegen, sind in Österreich vergleichsweise hoch dotiert (Forststraßen, Technik, Waldbau), obwohl das heimische Forststraßennetz bereits dichter als im EU-Schnitt ist. Fördermittel insbesondere für Forststraßen sind daher in der Förderperiode 2014-2020 zu reduzieren und zielgerichtet unter Einhaltung ökologischer Kriterien einzusetzen.

Für die zusätzlich geforderten und dringend notwendigen Wald-Fördermittel sind die Schwerpunkte insbesondere auf Maßnahmen zur Erreichung der EU-Biodiversitätsziele (jährlich 17 Mio. Euro), für Wald-Bildung (jährlich 12 Mio. Euro), zum Schutz vor Naturgefahren (jährlich 21 Mio. Euro), sowie für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (jährlich 18 Mio. Euro) zu setzen:

  • Förderung von ökologisch wertvollen Lebensräumen und Arten (inner- und außerhalb von Natura 2000-Gebieten),
  • Erhöhung des Anteils von standortgerechten Waldgesellschaften (inner- und außerhalb von Natura 2000-Gebieten),
  • Schutz des Bodens und damit auch der Gewässer sowie Schutz vor Naturgefahren (inkl. Hochwasserprävention!),
  • Verbesserung der ökologischen Weiterbildung der Fachleute sowie der Meinungsbildung der Öffentlichkeit.

Die Kurzstudie, die die Ergebnisse im Detail darstellt, steht hier zum Download bereit.

Das Kuratorium Wald darf Sie angesichts der Dringlichkeit, die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie 2020 zu erreichen, sowie der Brisanz der aktuellen Hochwasserereignisse einladen, diese Ergebnisse in Ihrem Wirkungsbereich zu verbreiten und dabei mitzuhelfen, sie in der kommenden Programmplanung und Umsetzung im Interesse des österreichischen Waldes und der österreichischen Bevölkerung entsprechend zu verwirklichen.

Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns bitte gerne unter kuratorium@wald.or.at

I am text block. Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.