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1997 – Die Fichte
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Baum d. Jahres

1997 – Die Fichte

Die Fichte wurde nicht zufällig zum Baum des Jahres 1997 auserkoren. Kein anderer Baum in Mitteleuropa hat die Gemüter in der Vergangenheit derart erhitzt, die Meinungen derart polarisiert wie die Fichte. Repräsentiert diese Baumart für die einen den „Brotbaum“, so steht sie für die anderen als Symbol für eine jahrzehntelang verfehlte Waldbewirtschaftung, deren Erbe Wälder sind, in denen „kein Vogel mehr singt“. Die Fichte ist jedoch bei vielen Menschen ganz zu unrecht in Misskredit geraten. Seit Jahrtausenden prägt sie die Wälder in den borealen und gemäßigten Breiden der nördlichen Erdhalbkugel und nahm als eine der wesentlichen Grundlagen der menschlichen Existenz durch ihr ungewöhnlich großes Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten großen Einfluss auf die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung in Mitteleuropa.

Da bis in die Gegenwart reichenden negativen Folgen des standortwidrigen Anbaus der Fichte, der Reinbestandsbewirtschaftung und der mangelnden Pflege beruhen nicht auf einer allgemeinen „Minderwertigkeit“ dieser Baumart, sondern auf einem mangelnden Wissen über ökosystemare Vorgänge, auf der Ignoranz der ökologischen Grenzen dieser Baumart und auf deren bewussten Überschreitung.

Im allgemeinen wächst die Fichte zu einem 30m bis 50m hohen Baum mit kegelförmiger Krone heran. Freistehende Bäume sind bis zum Boden beastet. Die Rinde der Fichte ist hell- bis rotbraun und löst sich in dünnen Schuppen ab. Die Fichtennadeln sind dicht um den ganzen Zweig angeordnet harzigen zylinderförmigen Zapfen.

fichte