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Protokoll 7: Bodenschutz
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Alpenkonvention

Best Practices zu Protokoll 7:

Bodenschutz

Aufforstungsprogramm des Landes Burgenland

Bundesland Burgenland

Im Zeitraum von 2000 bis 2020 sollen insgesamt 800 ha Flurgehölze und Hecken auf Ackerböden in unterbewaldeten Gebieten begründet werden. Diese Maßnahmen schützen den Boden vor Abwehung (Verhinderung von Winderosion auf umgebrochenen Ackerboden), schaffen Biotopverbundsystemen und dienen der Lebensraumvernetzung von Wildtieren und der Verbesserung des Landschaftsbildes. Wohlfahrtsaufforstungen wurden in jenen Gemeinden durchgeführt, deren Bewaldungsprozentsatz weniger als 20 % entspricht. Die Maßnahmen des Projekts tragen auch wesentlich zur Kohlendioxidsenkung bei und stellen eine nicht unerhebliche Klimaschutzmaßnahme dar.

Die jährlichen Aufforstungen in Form von Waldstreifen, Hecken und Flurgehölzen werden in einer Größenordnung von durchschnittlich 40 ha durchgeführt, wobei die benötigten Pflanzen im eigenen Forstgarten produziert werden. Verwendet werden ausschließlich heimische Bäume und Sträucher. Aufgeforstet wird in Eigenregie auf maschinelle Art um eine rasche und rationelle Umsetzung zu gewährleisten. Die Flächen hiefür werden von den betroffenen Landwirten zur Verfügung gestellt und verbleiben in ihrem Eigentum. Aufgeforstete Flächen sind Wald im Sinne des Forstgesetzes 1975 und dürfen ohne behördliche Genehmigung nicht gerodet werden. Seit 2000 wurden durch das Projekt 362 ha Wald neubegründet, dafür wurden 1.470.000 Bäume und Sträucher verwendet. Dies entspricht einer Aufforstungsleistung von jährlich 40,2 ha.

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Ansprechpartner:
Herr Dipl.Ing. Hubert Iby
Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 4b
Thomas Alva Edison-Strasse 2, Techlab Bauteil 3
A-7000 Eisenstadt
Telefon: 0043-57-600-6559
Fax: 0043-057-600-6519
E-mail: hubert.iby@bgld.gv.at
www.burgenland.at

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Klimabündnis Wienerwald

Bundesland Niederösterreich

Bereits zum vierten Mal wird mit dem Klimabündnis Wienerwald (2007-2010) in einer ganzen Region Niederösterreichs der Klimaschutz ins Zentrum kommunalen Handelns gestellt. 32 Gemeinden bzw. Städte werden innerhalb der mehrjährigen Laufzeit der Schwerpunktprogramme nicht nur innerhalb ihres eigenen Aufgabenfeldes, d.h. in ihrem Gemeinde- oder Stadtgebiet tätig, sondern setzen gemeinsam in ihrer Region innovative und vor allem klimarelevante Projekte und Maßnahmen um, damit klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden. Die Möglichkeiten, Klimaschutzmaßnahmen zu treffen sind sehr vielfältig; im Rahmen des Klimabündnisses Wienerwald gibt es daher drei Kernthemen, in denen die Gemeinden ganz gezielt Projekte und Maßnahmen zur Kohlendioxid-Reduktion umsetzen: nämlich Energie, Mobilität und Boden.

Beim Kernthema Energie stehen die Effizienzsteigerung und erneuerbare Energiequellen im Vordergrund. 21 Gemeinden nehmen an diesem Schwerpunkt teil. Maßnahmen sind zum Beispiel: die Bestückung des Sportplatzes in Gablitz mit einer Solaranlage, das Ortszentrum Tullnerbach (Niedrigenergiebau, Regenwassernutzung, Pelletsheizung, thermische Solaranlage und eine fassadenintegrierte Photovoltaikanlage) und der Austausch einer Straßenbeleuchtung (die alten Quecksilberdampflampen wurden durch Natriumdampflampen ersetzt).

Elf Wienerwaldgemeinden machen beim Mobilitätsschwerpunkt mit, Projekte in den Gemeinden sind: E-Bikes in Eichgraben, die Informationsseite „Mobil in der Gemeinde“ mit wichtigen Informationen zu allen Verkehrsmitteln und Motivation zur umweltfreundlichen Verkehrsmittelwahl, die Benennung einer/s „Mobilitätsbeauftragten“ in jeder Gemeinde uvm. Weiters beteiligen sich viele Wienerwaldgemeinden am Projekt „RADLand Niederösterreich“ und arbeiten konsequent daran, die Bedingungen für RadfahrerInnen weiter zu verbessern.

Beim dritten Schwerpunkt (Boden) werden folgende Maßnahmen getroffen: die Verbesserung von Image und Lebensqualität durch Ortskernbelebung, die Erhöhung der Siedlungsdichte durch verdichtete Bauformen und sparsamere Kosteneinsparungen bei der Infrastruktur durch kürzere Wege- und Leitungslängen, die Belebung von öffentlichen Räumen durch Entsiegelung, Auslastung vorhandener Bauflächen, Verbesserung der CO2-Bilanz durch Erhöhung der organischen Substanz, Erfahrungsaustausch im Bodenbündnis-Netzwerk. In den Gemeinden gibt es folgende Projekte: Kulturlandschaftsprojekt „Naturschätze und Besonderheiten in Maria Anzbach erkennen“, Erlebnisausstellung „In 80 Minuten um die Welt“ für die Schulen der Gemeinde Bad Vöslau uvm.

Ansprechpartner:
Herr Mag. Wolfgang Alfons
Programm-Management Klimabündnis Wienerwald
c/o Biosphärenpark Wienerwald Management GmbH
Deutschwaldstrasse 15/b/1
A-3002 Purkersdorf
Telefon: 0043-676-812-20552
Fax: 0043-2231-66804-50
E-mail: wa@bpww.at
www.bpww.at