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Protokoll 4: Bergwald
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Alpenkonvention

Best Practices zu Protokoll 4:

Bergwald

Silbertaler Waldschule

Bundesland Vorarlberg

Die Silbertaler Waldschule beschäftigt sich mit allen Facetten des Lebens im Wald. Von den allgemeinen Funktionen des Bergwaldes über die Waldnutzung bis hin zu speziellen Themen wie „Schutzschild Bergwald“, „Spuren im Schnee“ oder „Das große Krabbeln“ reichen die Inhalte der drei- bis vierstündigen geführten Wanderungen. Die Lehrinhalte werden direkt in der Natur, bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten vermittelt.

Das Angebot wird an die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen angepasst und soll vor allem Freude und Interesse am Wald wecken. Ziel des Projektes „Silbertaler Waldschule“ ist die Entwicklung eines waldpädagogischen Angebotes im Montafon. Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen sollen die vielfältigen Funktionen und Aufgaben sowie der Wert des Waldes vermittelt werden. Die Rolle des Waldes als Schutzwald, als Lebensraum für verschiedenste Pflanzen- und Tierarten, als Reservoir für Biomasse und als Rückzugs- und Erholungsraum für den Menschen wird vor Ort eindrücklich vermittelt.

Die im Juni 2005 eröffnete Silbertaler Waldschule bietet eine breite Palette an unterschiedlichen waldpädagogischen Führungen mit forstlichem, ökologischen und wildbiologischem Hintergrund an. Die Führungen werden von zertifizierten Natur- und WaldpädagogInnen durchgeführt und sowohl als Halbtagesführungen oder als individuell gestaltete Ganztagesführungen angeboten. Das Zielpublikum der Silbertaler Waldschule sind in erster Linie die Schulen und Kindergärten in Vorarlberg. Im Sommer und Winter werden zudem spezielle Führungen für Gäste des Montafons sowie Walderlebnistage für Familien angeboten.

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Ansprechpartner:
Stand Montafon
Montafonerstraße 21
A – 6780 Schruns
Telefon: 0043-5556-7213210
Fax: 0043-5556-721329
E-mail: info@stand-montafon.at
www.silbertaler-waldschule.at

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Jagtzeitung, Waldschule Silbertal
Jagtzeitung, Waldschule Silbertal

Thermoholz Weissbach

Bundesland Salzburg

Die Tischlerei Aberger wurde 1990 in Weißbach bei Lofer von Alois Aberger als Einzelunternehmen gegründet. Der Betrieb beschäftigt derzeit 6 Mitarbeiter. Schon frühzeitig erfolgte die Spezialisierung auf die natürliche Herstellung von Möbeln, Fenstern und Türen durch die Weiterverarbeitung regionaler Hölzer in Sägewerk und Tischlerei. Im Jahr 2007 erfolgte die Umgründung zur Alois Aberger KG. Durch die Investition in eine Thermoholzanlage mit dem Nischenprodukt Thermoholz soll diese am Markt neu positioniert werden.

Thermoholz ist Holz, das durch thermische Verfahren (Hochtemperatur-behandlung) gezielt in seinen Eigenschaften verändert wird. Dabei werden durch die hohen Temperaturen (170 bis 230°C) und ohne Zusatz von Hilfsstoffen notwendige optimierte Material-Eigenschaften eingestellt. Somit ist die Herstellung von Thermoholz aus heimischen Hölzern ein umweltfreundlicher Ersatz zu Tropenholz mit einer hervorragenden Ökobilanz und überall dort einsetzbar, wo Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit gefragt sind (zum Beispiel Fassaden, Fenster, etc.). Weiters können durch das Verfahren neue Eigenschaften wie Pilz- und Insektenresistenz, Dauerhaftigkeit und Dimensionsstabilität, sowie dunkle trendige auf dem Markt gefragte Farbtöne erzielt werden.

Die Biomasseheizung der Thermoholzanlage versorgt die Gemeinde Weißbach und einen überwiegenden Teil der Häuser der Gemeinde mit Wärme, wobei die Landwirte aus der Umgebung den Rohstoff für die Heizungsanlage liefern. Da die Holzbewirtschaftung ein wesentlicher Wirtschaftszweig der Region ist, ist es naheliegend, dass das Holz aus der Umgebung bezogen wird. Durch die Beziehung des Rohstoffs aus der Umgebung werden auch die regionalen holzverarbeitenden Betriebe der Region miteingebunden. Die Transportwege bleiben kurz, da regionale Nadelhölzer verwendet wurden, so wird die heimische Forstwirtschaft gestärkt und die Wertschöpfung wird in einer wirtschaftlich strukturschwachen Region der Alpen (unteres Saalachtal) nachhaltig gesteigert.

Ansprechpartner:
Herr Alois Aberger
Alois Aberger KG
Oberweißbach 5
A-5093 Weißbach bei Lofer
Telefon: 0043-664-3562707
E-mail: aberger@salzburg.co.at
www.thermoholz-aberger.at

Weißtanne – das besondere Holz

Bundesland Vorarlberg

Das Holz der Weißtanne wird am Holzmarkt weit unter dem möglichen Potential gehandelt, dies obwohl die waldbauliche und wirtschaftliche Bedeutung der Weißtanne im Vorarlberger Wald sehr hoch ist. Das war der Auslöser dafür, dass mehrere Marketingmaßnahmen ergriffen wurden, die die Nachfrage nach dem Holz der Weißtanne am Markt wieder ankurbelte. Der dadurch hervorgegangene Wertschöpfungsfaktor ist von enormer Bedeutung für die Wald- und Holzwirtschaft in der Region. Durch die Maßnahmen konnten das Image der Weißtanne verbessert werden und die Situation der Weißtanne am Holzmarkt gestärkt werden. Auch wurde ein Beitrag zur Erhaltung dieser ökologisch wichtigen geleistet, während die Wertschöpfung in der Wald- und Holzwirtschaft verbessert wurde. Im Ergebnis wird eine regionale Ressource nun bewusst wieder verwendet.

Um die Vorteile und Stärken des Weißtannenholzes wieder am Markt zu etablieren, wurden mehrere Initiativen und Werbemaßnahmen gesetzt. So zum Beispiel im Jahre 1999 mit einer regionalen Imagebroschüre. Mit der Kooperation der Länder Bayern und Baden-Württemberg und Vorarlberg in einem EU-Leaderprojekt in Zusammenarbeit mit der ARGE Alp und einigen weiteren Kooperationspartnern ein sehr wichtiger Impuls für die Weißtanne gesetzt. Inzwischen ist auch in Italien (Südtirol) eine Übersetzung der Imagebroschüre erhältlich.

Durch die gesetzten Maßnahmen konnte erreicht werden, dass Architekten diese Holzart als zentrales Gestaltungselement wieder vermehrt verwenden. Auch öffentliche Kommunen nehmen bei ihren Bauten gezielt diese Holzart in die Ausschreibungen auf, wobei auch wieder viele Konsumenten Weißtanneholz bei ihren Bauvorhaben nützen. Es konnte erreicht werden, dass es in den letzen Jahren wieder zum Standard geworden ist, dass die heimische Weißtanne wieder mehr Verwendung findet. Durch die neuerlich steigende Verarbeitung und Anwendung konnten auch Arbeitskräfte in den Regionen erhalten und geschaffen werden.

Ansprechpartner:
Herr Dipl. Ing. Thomas Ölz
Fachbereich Forst
Landwirtschaftskammer Vorarlberg
Montfortstraße 9, A-6900 Bregenz
Telefon: 0043-5574-400-460
Fax: 0043-5574-400-600
E-mail: thomas.oelz@lk-vbg.at
www.weisstanne.info