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Alpenkonvention

Best Practice Rundum

Das Beispiel einer Gemeinde, in der die Grundsätze der Alpenkonvention die Grundlage für zahlreiche koordinierte Maßnahmen darstellen

Europäischer Dorferneuerungspreis 2010

Bundesland Vorarlberg

Die Gemeinde Langenegg im Bregenzerwald mit ihren 1062 EinwohnerInnen startete ihren vorbildhaften Entwicklungsprozess Mitte der 1990er Jahre mit dem Ziel, die Lebensqualität in der Gemeinde deutlich zu verbessern, um die drohende Abwanderung zu verhindern und dem Verlust von Dienstleistungseinrichtungen und Arbeitsplätzen entgegenzuwirken. Nur wenige Jahre später erfolgte der Beitritt zum Klimabündnis Österreich, damit wurden auch der Klimaschutz und das Energiesparen wichtige Bestandteile der Aktivitäten von Gemeinde und BürgerInnen, was sich auch durch viele umgesetzte Projekte zeigt.

Zündfunke für dieses Initialprojekt war der gemeinsame Entschluss zur Sanierung eines geschichtsträchtigen, leer stehenden Gebäudes mitten im Ortszentrum. In dem vorbildlich sanierten Objekt gelang es der neu gegründeten Wirtschaftsgemeinschaft wichtige Dienstleistungsfunktionen wie einen Allgemeinmediziner, einen Zahnarzt und einen Friseur sowie drei Wohneinheiten zu etablieren. Dies war der erste Schritt zu mehr Lebensqualität und Identität im Ort. Einige Jahre später wurde mit der Universität Innsbruck und der FH Liechtenstein unter Einbindung der Bevölkerung ein umfassendes Entwicklungskonzept entwickelt. Danach wurden 2 energetisch und ökologisch hochwertige Vorzeigegebäude im Ortszentrum erbaut. Neben div. Vereinsräumlichkeiten sind dort auch der Kindergarten sowie ein Dorfcafe untergebracht. Weiters wurden zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, um eine effiziente Nutzung von Energie unter Einsatz erneuerbarer Energieträger zu etablieren. Auch die Nutzung der heimischen Weißtanne als Baumaterial für zahlreiche private und kommunale Bauprojekte trägt zur Stärkung kleinräumiger Wirtschaftskreisläufe bei und leistet einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Bauen. In Sachen Energieautarkie machen Biogasanlagen, Hackschnitzelheizanlagen und eine Vielzahl an Photovoltaik- und Solaranlagen, deren Errichtung von der Gemeinde gefördert wurde, Langenegg zu einem Vorreiter.

In der Gemeinde gibt es auch eine Fülle an anderen Projekten aus unterschiedlichsten Bereichen wie etwa: Einbindung der „Langenegger Lebenshilfe Werkstätte“ in das Wirtschaftsleben, die im „Postlädle“ die Postdienste übernimmt und kunsthandwerkliche Produkte aus der Werkstätte verkauft; die „Langenegger Talente“ – eine Ersatzwährung, die dazu beiträgt, das Geld in der Gemeinde zu halten; die AG Nahversorgung: sie bemüht sich um das Erhalten der Strukturen rundum´s Einkaufen und Einkehren; das e5-Energieteam: ist Basis für über 300 dokumentierte Maßnahmen; das Team Lebenswert-leben: durch regelmäßige innovative Aktionen (Parzellenfeste …) sorgen die Mitglieder seit 15 Jahren für mehr Lebensqualität; ein gemeindeeigenes Carsharing-Auto; Gratisticket für den Verkehrsverbund Vorarlberg sowie ein umfassendes Sozialkonzept für junge, alte und bedürftige Mitbürger, um nur einige zu nennen. Um den hohen Standard auch weiterhin halten zu können und die vielfältigen Aktivitäten besser zu vernetzen, wurde vor kurzem ein ehrenamtlich geführtes Bürgerbüro „Burki“ gegründet.

Ansprechpartner:
Bürgermeister Georg Moosbrugger
Gemeinde Langenegg
Bach 127
A-6941 Langenegg
Telefon: 0043-5513-4101
Fax: 0043-5513-4101-20
E-mail: buergermeister@langenegg.at
www.langenegg.at