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NEIN zur allgemeinen Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker: Für einen sicheren und respektvollen Umgang mit Mensch und Natur
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Forststraße_Wald

Für einen sicheren und respektvollen Umgang mit Mensch und Natur:

NEIN zur allgemeinen Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker

JA zu einer neuen Wegehalterhaftung zur Entlastung der Grundeigentümer

Der Verein Kuratorium Wald und die Unterzeichner der Online-Petition sprechen sich gegen eine generelle Öffnung aller Forststraßen und Wanderwege in Österreich für Radfahrer bzw. Montainbiker aus und legen ein Forderungsprogramm für einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur vor:

 

  • Für eine zielgerechte und bedarfsorientierte Besucherlenkung und Erholungsplanung in Österreichs Wäldern und Naturräumen.
  • Für eine rasche Umsetzung eines gesetzlichen Verbots für das Radfahren und Mountainbiken abseits von genehmigten und eigens dafür beschilderten Forststraßen und Wanderwegen.
  • Für einen weiteren Ausbau von Mountainbikestrecken im Wald – in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Interessensgruppen, insbesondere den Waldeigentümern.
  • Für einen Vorrang von Wanderern und Fußgängern im Wald und einen gewissenhaften Umgang mit Mensch und Natur. Klare Verbots- und Gebotsregelungen für Mountainbiker („Mountainbike-Kodex“) sind daher dringend erforderlich.
  • Für die Umsetzung bundesweiter Strafregelungen bei Verletzung des „Mountainbike-Kodex“ (etwa im bundesweiten Forstgesetz).
  • Für eine gesetzliche Kennzeichenpflicht für jedes Mountainbike, damit ein Verstoß des „Mountainbike-Kodex“ tatsächlich auch geahndet werden kann.
  • Für die umfassende Dokumentation und Veröffentlichung aller freigegebenen Radstrecken im Wald sowie die Bereitstellung von ausreichendem Kartenmaterial durch Interessensvertretungen, Behörden und Gemeinden.
  • Für eine rasche Neuregelung der Wegehalterhaftung zum Schutz für Mensch und Natur, damit der alte Baumbestand entlang der Forststraßen und Wanderwege aus haftungsrechtlichen Gründen nicht radikal abgeholzt werden muss.

 

Unterstützen Sie das Kuratorium Wald in diesen Anliegen und unterschreiben Sie diese Online-Petition!

 


 

 

Mountainbiken und Radfahren nur auf eigens dafür gewidmeten Flächen bzw. Forststraßen

Die Diskussionen über eine generelle Freigabe der Forststraßen in Österreich für Mountainbiker und Radfahrer reißen seit Monaten nicht ab. Für eine allgemeine Öffnung wäre eine Novellierung des Forstgesetzes durch das österreichische Parlament Voraussetzung, denn laut dem Forstgesetz ist – anders als die Betretung des Waldes zu Erholungszwecken – das Radfahren und Mountainbiken auf Forststraßen und Wanderwegen nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis der Waldeigentümer gestattet.

 

Wir sind gegen eine totale Freigabe der Forststraßen!

Der Großteil des österreichischen Waldes befindet sich im Eigentum von privaten Waldbesitzern und wird kleinflächig bewirtschaftet. Der Rest ist im Besitz der Bundes- bzw. der zuständigen Landesforste. In Österreich bestehen derzeit rund 120.000 km Forststraßen und -wege, wobei weite Teile des naturnahen Waldökosystems durch dieses umfangreiche Forststraßennetz erschlossen werden. Viele dieser Waldlebensräume sind dabei nicht nur für Erholungssuchende und Naturbegeisterte interessant, sondern stellen auch letzte Lebens- und Rückzugsräume für geschützte oder seltene Tier- und Pflanzenarten dar.

Die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald sind enorm und die Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen werden leider auch in Zukunft weiter zunehmen. Dabei muss in vielen Regionen und Gebieten Österreichs – darunter auch Nationalparks, Naturschutz- oder Natura 2000-Gebiete – weiterhin darauf geachtet werden, dem steigenden Nutzungsdruck gerecht zu werden, sowie die wertvollen Umwelt- und Naturschutzleistungen des österreichischen Waldes aufrecht zu erhalten. Daher sind Besucherlenkung und Erholungsplanung vielfach unbedingt notwendig, denn sie haben zum Ziel, möglichst viele Menschen an den Schönheiten der Natur teilhaben zu lassen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen und für kommende Generationen zu erhalten.

 

Das Kuratorium Wald hält daher eine totale Freigabe der Forststraßen in Österreich für Radfahrer und Mountainbiker für nicht zielführend. Vielmehr müssen konkrete und anschauliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzergruppen langfristig gerecht werden.

 

Wir sind für den Schutz von Mensch, Wald und Natur!

Immer mehr Sportbegeisterte und Erholungssuchende zieht es nach draußen, da Österreichs Naturräume reichhaltige und umfassende Angebote für die individuelle Freizeitgestaltung bereitstellen. Aus diesem Grund wurden bereits etwa 27.000 km Mountainbike-Routen in ganz Österreich auf privater vertraglicher Ebene freigegeben. In Zusammenarbeit aller beteiligten Interessensgruppen und mit Zustimmung der Waldeigentümer sollte dieses Netzwerk von Mountainbikestrecken auch zukünftig weiter ausgebaut werden können, falls es zu privatvertraglichen Regelungen kommt.

Während in zahlreichen Regionen Österreichs eine Befahrung von Forststraßen mit dem Rad keine Probleme mit sich bringt, gibt es jedoch ebenso viele Gebiete – besonders in sensiblen Naturräumen – die durch eine höhere Frequentierung und eine steigende Freizeitnutzung zunehmend gestört werden und in Bedrängnis geraten können. Bereits in besonders stark frequentierten Tourismusregionen erhöht sich der Nutzungsdruck auf den Wald durch zusätzliche Erholungssuchende auf den Forststraßen, was beträchtliche Auswirkungen für Forstwirtschaft, Naturschutz, Wildtiermanagement, etc. zur Folge hat.

Ruhezonen und bedarfsorientierte sowie naturverträgliche Besucherlenkung garantieren den zukünftigen Erhalt Österreichs Wälder sowie dessen Naturschutzleistungen. Nur so kann der Wald ein qualitativ hochwertiger Natur- und Freizeitraum sowie Arbeitsplatz bleiben!

 

Neue Wegehalterhaftung zur Entlastung der Grundeigentümer und zum Schutz der Natur unbedingt notwendig!

Waldeigentümer haben nach heutigen gesetzlichen Regelungen für den ordnungsgemäßen Zustand der freigegebenen Wander- und Mountainbikestrecken zu sorgen. In weiterer Folge haften die Waldeigentümer auch für den angrenzenden Wald und dessen Gefahren (etwa für das Umstürzen von Bäumen, das Abbrechen von Ästen, etc.), obwohl jeder gerade beim Betreten des Waldes mit solchen „waldtypischen“ Gefahrenmomenten rechnen muss. Die derzeitige gesetzliche Regelung zur Wegehalterhaftung führt oftmals dazu, dass die haftungspflichtigen Waldeigentümer nicht umhinkönnen, Waldbäume frühzeitig – und mehrfach unnötig –  zu fällen, um eventuelle Schadensersatzforderungen von vornherein zu vermeiden.

Aus Sicht des Naturschutzes ist diese Situation dann besonders schwerwiegend, wenn auf Kosten der Wegehalterhaftung wertvolles Alt- und Totholz aus den Wäldern entfernt wird. Insbesondere stehendes Totholz erfüllt wichtige ökologische Funktionen und trägt wesentlich zur Gesundheit und Vitalität von Waldökosystemen bei. Totholz ist Lebensraum für unzählige und teils gefährdete Tiere, Pilze und andere Pflanzen. So sind unter anderem viele Insekten, Vögel, Säugetiere, aber auch Reptilien auf den Erhalt dieser besonderen Biotope dringend angewiesen.

 

Das Kuratorium Wald fordert daher eine Neuregelung der Wegehalterhaftung im Forstgesetz in Verbindung mit dem ABGB § 1319a. Demnach soll dem Waldbesitzer und Grundeigentümer für „waldtypische“ Gefahren keine Haftungspflicht treffen, um die unnötige Abholzung von Alt- und Totholz zu vermeiden. Der Waldeigentümer darf künftig nicht wegen des Waldzustandes entlang von Wegen und Forststraßen zur Haftung herangezogen werden, da der Wanderer bzw. Radfahrer mit typischen Gefahrenmomenten im Wald rechnen muss und sich dementsprechend zu verhalten hat.

 

Diese Online-Petition stellt eine Ergänzung des Forderungsprogramms des Österreichischen Forstvereins dar, welche vom Kuratorium Wald und den Unterzeichnern der Online-Petition voll und ganz mitunterstützt wird.

Nähere Informationen dazu unter www.sicherheitimwaldfueralle.at

NEIN zur allgemeinen Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker!

  • Für eine zielgerechte und bedarfsorientierte Besucherlenkung und Erholungsplanung in Österreichs Wäldern und Naturräumen.
  • Für eine rasche Umsetzung eines gesetzlichen Verbots für das Radfahren und Mountainbiken abseits von genehmigten und eigens dafür beschilderten Forststraßen und Wanderwegen.
  • Für einen weiteren Ausbau von Mountainbikestrecken im Wald – in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Interessensgruppen, insbesondere den Waldeigentümern.
  • Für einen Vorrang von Wanderern und Fußgängern im Wald und einen gewissenhaften Umgang mit Mensch und Natur. Klare Verbots- und Gebotsregelungen für Mountainbiker („Mountainbike-Kodex“) sind daher dringend erforderlich.
  • Für die Umsetzung bundesweiter Strafregelungen bei Verletzung des „Mountainbike-Kodex“ (etwa im bundesweiten Forstgesetz).
  • Für eine gesetzliche Kennzeichenpflicht für jedes Mountainbike, damit ein Verstoß des „Mountainbike-Kodex“ tatsächlich auch geahndet werden kann.
  • Für die umfassende Dokumentation und Veröffentlichung aller freigegebenen Radstrecken im Wald sowie die Bereitstellung von ausreichendem Kartenmaterial durch Interessensvertretungen, Behörden und Gemeinden.
  • Für eine rasche Neuregelung der Wegehalterhaftung zum Schutz für Mensch und Natur, damit der alte Baumbestand entlang der Forststraßen und Wanderwege aus haftungsrechtlichen Gründen nicht radikal abgeholzt werden muss.

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DANKE für Ihre Unterstützung!